 - Peter Seubel
Im Juli 1991 wurde Peter Seubel zum Betriebsleiter des Endinger Werkes ernannt. Er stellte sich den ständig steigenden Marktanforderungen, setzte auf absatzorientierte Produktion, verbesserte Produktionstechniken und -abläufe, senkte die Kapitalbindung und steigerte Produktivität und Wertschöpfung. Sein Team (53 Mitarbeiter) fördert er mit "job rotation" und flexibler Arbeitszeit. Während 1993/94 ca. 6.500 Maschinen pro Jahr quasi noch in Handarbeit gefertigt wurden, sind es heute aufgrund technologischer Fortschritte ca. 10.000 Maschinen pro Jahr.
Vor kurzem wurde die einstige Lagerhalle nach neuesten ergonomischen und lichttechnischen Erkenntnissen umgebaut und bietet somit attraktive Arbeitsplätze.
Das wesentlich Neue und damit wieder Winterhalter-typisch Innovative, war bzw. ist die Fertigungs-Philosophie der neuen Montageanlage. Werksleiter Peter Seubel hatte die Idee der "ein Mann/Frau-Maschine", das heisst die Maschinenffertigung erfolgt in qualitätsbewusster Eigenverantwortung der MitarbeiterIn. Der Ein-Mann/Frau-Montage vorgelagert sind Blechfertigung und Schweisstechnik. Letztere erfuhr im neuen Montagekonzept ebenfalls Veränderungen: Das komplette Maschinengehäuse wird nur mittel drei Robotern, zwei für das Gehäuse, einer für die Bolzen, geschweisst. Endingen beliefert auch das Werk Rüthi mit circa 4000 Gehäusen pro Jahr. Die so vorgefertigten Maschinengehäuse werden nun über eine neue entwickeltes Logistikkonzept zu den zehn völlig neu konzipierten Montageinseln geleitet. Die Bandmontage, bei der circa sechs MitarbeiterInnen eine Maschine fertigen, ist in Endingen Geschichte. Die neuen Prüfstände der Montageinseln kommunizieren mit der neuen Maschinenelektronik. Die Zeit der Maschine auf dem Prüfstand reduziert sich somit auf die Hälfte und der Mitarbeiter kann schon mit der nächsten Maschine beginnen.  - Fertigungs-Philosophie
Selbstverständlich, ganz nach Winterhalter-Manier, fanden spezielle Schulungen für die 20 Montage-Inseln-MitarbeiterInnen vor Ort in Endingen statt. Die Insellösung passt Ideal in das bereits schon praktizierte "flexible Arbeitszeitmodell": Gefertigt wird nach Auftragslage! Und passt in das Modell "Qualität durch Eigenverantwortung": Flexible Arbeit und Job rotation! Will heissen, dass jeder MitarbeiterIn an jeder Insel circa 240 Maschinenvarianten bauen kann.  - Qualität durch Eigenverantwortung
Der hohe Qualitätsanspruch an die neuen Gläser- und Geschirrspülmaschinen GS 200 und GS 300 wird ohne Zweifel durch die "ein Mann/Frau - eine Maschine" - Philosophie gewährleistet: Spülmaschinenbau von A bis Z "aus einer Hand". Durch das neue Montagekonzept und die damit verbundene neue Logistik wird absatzorientiert, also genau nach Auftragslage, eingebettet in das flexible Arbeitszeitmodell, produziert. Die Montage- bzw. Schweißanlage ist auf eine Maschinenstückzahl von 100 Einheiten pro Tag an allen zehn Inseln ausgelegt. Die Maschinendurchlaufzeit, das heißt von Auftragsbeginn bis Auftragsende, liegt bei weniger als einem Tag.  - Winterhalter Gastronom GmbH - Werk Endingen
Hier gehen die Geschirrspülmaschinen des Marktführers Winterhalter, mit weltweit rund 900 Mitarbeitern, nach modernstem Montagekonzept "vom Band".
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